Über Mich
Ich habe mich immer wieder gefragt, was etwas zu Kunst macht. Die Antwort, zu der ich gelangt bin: Ein Bild wird zur Kunst, wenn es mehr tut, als nur sein Motiv zu zeigen - wenn es beim Betrachter ein Gefühl oder eine Erinnerung auslöst. Der Betrachter vervollständigt das Werk.
Das bedeutet auch, dass es keine gute oder schlechte Kunst gibt, sondern nur Kunst, die bei vielen oder bei wenigen Anklang findet. Meine Kunst hat einen einzigen Zweck: zu bestärken. Ich möchte Neugier und Staunen wecken - und wenn ein Werk jemanden zum Lächeln bringt, hat es seine Wirkung nicht verfehlt.
Meine künstlerische Reise begann mit Monstern, die ich in der Grundschule zeichnete, setzte sich mit Graffiti fort, während ich tief in die Skateboard‑ und Hip‑Hop‑Kultur eintauchte, und fand eine formale Grundlage, als ich Bildende Kunst als Abiturfach wählte. Obwohl ich ursprünglich plante, Kunst zu unterrichten, führte mein Weg schließlich in die Umweltwissenschaften — zu einem Master in **Data Science** und **Geoinformatik**, der mich in Forschung und Beratung brachte.
Als mich die Arbeit erschöpfte, kehrte ich zum Machen zurück. Nicht zu Acrylfarben oder Spraydosen, sondern zum Code. Ich begann Skripte zu schreiben, die Bilder auf Arten verarbeiteten, die ich von Hand nicht hätte erreichen können: das Mitteln von Hunderten Fotografien zu einem einzigen Komposit, das Projizieren von Höhendaten als LEGO‑Steine, das Werfen berechneter Schatten über historische Vermessungskarten.
Die Werkzeuge, die ich benutze, sind jene, die ich selbst gebaut habe. Jede Serie beginnt mit einem Stück Software - einer Pipeline aus Algorithmen, die bestimmt, was das Werk werden kann. Der Code ist kein Mittel zum Zweck; er ist Teil der künstlerischen Praxis. Die entstehenden Bilder werden physisch auf Baumwollpapier gedruckt. Die Pipeline, die sie erzeugt, lebt in einem Repository. Beides ist das Werk.
Nichts davon ist KI‑generiert - keine Prompts, keine Modelle. Jedes Bild ist das direkte Ergebnis von Code, der von Hand geschrieben, ausgeführt und verfeinert wurde.
Meine früheste Inspiration war der ältere Bruder eines Kindergartenfreundes, der gelegentlich auf meine Brüder und mich aufpasste. Er war ein äußerst talentierter Sketch‑Künstler, hörte Heavy Metal und spielte Das Schwarze Auge, was ihn dazu brachte, unglaublich detaillierte Fantasyfiguren wie Zwerge, Zauberer oder Drachen für uns zu zeichnen, während mein Bruder und ich staunend zusahen. In meiner Jugend fand ich Inspiration in der lebendigen Welt des Graffitis. Die dynamischen 3D‑Styles von DAIM und die charakterstarken Figuren von WON fesselten mich früh und prägten mein künstlerisches Empfinden. Heute gilt meine Bewunderung Künstlern wie MOSES und TAPS, der wagemutigen 1UP‑Crew, dem eklektischen Kollektiv Rocco und seine Brüder und natürlich Banksy.
Mein formales Kunstunterricht am Gymnasium bereicherte meine Palette zusätzlich und ließ Einflüsse aus dem Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus und Jugendstil einfließen. Die Meisterwerke von J. M. W. Turner, Claude Monet, Vincent van Gogh und Alphonse Mucha verwoben sich mit dem Gewebe meiner künstlerischen Identität. Auch die fotografische Perspektive von Ansel Adams fand einen besonderen Platz in meiner kreativen Vision.
